Es gibt kaum einen Geocacher, der sich diese Fragen nicht schon gestellt hat: weshalb gibt es überhaupt Zecken? Warum müssen sie sich mit Vorliebe an den Körperteilen der arglosen Cacher festbeißen? Wer gibt den Zecken die fiesen Krankheitserreger mit? Was soll das alles überhaupt!
In diesem Artikel möchte ich euch zunächst in die Tiefen menschlicher Trickkisten geleiten, um euch ganz tief unten zur Erleuchtung zu verhelfen. Der Grundgedanke lautet: der Mensch erliegt seit je her der Profitgier.
Interessiert brechen wir, ausgerüstet mit GPS und Taschenlampen, langsam auf, um die Antwort auf unsere Fragen zu finden…
Wir haben also im Hinterkopf, dass jeder immer das Gefühl hat, mehr zu brauchen. Von was? Ach, das ist völlig gleichgültig. Hauptsache mehr!
Ein Staat, der sich über alle anderen Staaten erhaben fühlt, linst mal nach West oder Ost, mal nach Nord oder Süd. Irgendwo werden doch wohl weitere Vorteile liegen. Dem Staat ist es egal, ob er wirtschaftliche Vorteile oder Macht über fremde Menschen. Deswegen gibt es oft Kriege.
Der ohnehin überbezahlte Topmanager wittert seine Chance, aus seiner Position noch ein paar Milliönchen mehr herauszuschlagen, lässt sich für die Vergabe von Aufträgen unter der Hand noch bezahlen. Deswegen gibt es Bestechungsskandale.
Der Fondsmanager hält ganz bewusst Ausschau nach Firmen, die kurz vor der Insolvenz stehen. Die kann er billig kaufen, mit überbezahlten Managern aufbauen und dann für einen viel höheren Verkaufspreis wieder an einen neuen Eigentümer verschachern. Wenn etwas schief geht und die Firma erst recht Pleite geht, was soll’s! Die Verluste werden als Peanuts abgeschrieben und weiter geht die lustige Firmenkauferei. Die Arbeitnehmer hätten auch so ihren Job verloren, nur früher. Sollte sich der Fondsmanager überhaupt fragen, ob er eventuell nicht zu Recht mit Heuschrecken verglichen wird, dann redet er sich ein, dass er eigentlich sogar etwas gutes getan hat, denn die Leute hatten doch länger Arbeit. Deshalb werden ganze Konzerne wie ihre Keksprodukte zerbröselt.
Aber auch der kleine Angestellte zeigt, dass er gerade zu auf die Gelegenheit geiert, noch ein wenig von diesem mysteriösen “mehr” zu ergattern. In Geschäften schaut man zuerst nach Sonderangeboten. In seiner Freizeit geht man in den Wald, auf die Jagdpacht und schießt noch etwas Wild. Das kann man entweder für sich selbst verwenden, oder prima unter der Hand für ein paar Mark extra an Liebhaber von Wildfleisch tauschen. Man tut nebenbei auch was für die Umwelt, weil die Schwarzkittel sich ja viel zu gut vermehren.
Hier wollen wir den Rückweg unser Reise antreten. Jedoch nicht ohne vorher mal ordentlich im Untergrund zu wühlen. Irgendwo wird uns das Lichtlein schon aufgehen!
Der Jäger möchte also Wild schießen. Tags, nachts, immer! Er sitzt stundenlang auf der Lauer, schweigt, wartet, wartet und schweigt. Da! Arglose Rehe oder Wildschweine nähern sich nahrungssuchend dem Hochstand. Der Jäger nimmt leise die Flinte hoch, peilt das Wild an und … auf einmal trampelt einer oder gar mehrere Geocacher durch das Dickicht, unterhalten sich laut, lösen Rätsel oder suchen Reflektoren. Mal ganz ehrlich: wer kann sich nun nicht vorstellen, welchen Frust der Jäger schiebt?
Der Jäger ist jedoch ein ganz schlauer. Zusammen mit Gleichgesinnten wurde etwas ausbaldovert. Man braucht eine Geocacher-Abwehr! Doch was hilft? Zieht man sich in schwierigeres Gelände zurück, dann geht nur die Terrainwertung in die Höhe und somit auch das Interesse dieser Wildstörer an dem Cache. Ein Teufelskreis. Eine alternative Lösung muss her. Und weil es ja weltweit Geocacher gibt, muss die Lösung billig sein.
Atomwaffen helfen nicht, denn da geht man selbst hopps und billig sind die auch nicht. Chemische Waffen beeinträchtigen auch das Wild, der Profit geht flöten und auch die sind nicht billig. Biowaffen wären eine Alternative! So hat man sich entschlossen, kleinste Tierchen zu züchten, die den Cachern die Lust am Cachen mal so gehörig verderben!
So wurden Zecken gezüchtet. Sie sind klein, man merkt meistens nicht, dass sich eine festbeißt. Aber nur festbeißen? Das ist zwar lästig, aber wenn das keine Konsequenzen hat… Also infiziert man sie noch. Aber mit was? Als erste Warnung gibt es FSME. Dagegen kann man sich impfen. Und wenn ein Geocacher einsichtig ist, dann bekommt er einen solchen Schreck, dass er aufhört, das Wild aufzuscheuchen. Und für die ganz harten gibt es eine schöne Borreliose. Da sollen die mal sehen, was das Dosensuchen bringt!
Ihr seht, auch Zecken haben eine Daseinsberechtigung! Im Grunde genommen sind wir auch nur Lebewesen, die vermeintlich ausschließlich um ihr Überleben kämpfen. Was uns von den Tieren unterscheidet, wir können nicht so richtig einschätzen, was man WIRKLICH zum Überleben benötigt!
Und an alle, denen ich jetzt auf den Schlips getreten bin und auch an die, die sich ohne Absicht meinerseits auf den Schlips getreten fühlen: das ist ein Spass-Artikel, ich möchte keinen Verleumden und niemandem übel nachreden! Wer diese kleine Verschwörungstheorie ernst nimmt, ist selbst schuld!
Jäger gehen (meistens) einer sinnvollen Tätigkeit nach und versuchen, das biologische Gleichgewicht im Lot zu halten. Schwarze Schafe gibt es überall, unter Jägern und unter Geocachern. Kommunikation kann oft helfen Konflikte zu lösen… Gibt es nicht irgendwo eine “Initiative für den besseren Umgang zwischen Geocachern und Jägern”?
|